woodbird KAT

Ja, wer sich anderen schriftlich mitzuteilen vermag, hat Vorteile im Leben: Die eigene Meinung äußern, Dinge beschreiben, Zusammenhänge erklären, trösten, mahnen, lehren, Recht einfordern, für Schwächere eintreten, aufheitern, oder einfach nur gut unterhalten! Schreiben hat viele Facetten!
Aber auch für sich selbst etwas aufzuschreiben ist sinnvoll: Zum einen werden so nützliche Gedanken weiter entwickelt und später erinnert, andererseits wird überflüssig gewordenes damit „von der Seele“ geschrieben. Und: Schreiben kann ich jederzeit und überall! Sogar nachts, wenn das surren meiner Drechselbank meine Nachbarn stören würde, oder an Orten, wo es nicht erlaubt ist, eine Schnitzbank mitzubringen! Lassen sie sich also von meinen Schreibübungen auf den folgenden Seiten informieren, trösten, mahnen, unterhalten… aber vor allem motivieren, selbst mehr und öfter etwas aufzuschreiben!

Aktuelle Tagesgeschäfte und auch die Sorge, unsere Zukunft nicht sicher im Griff zu haben, lassen vielen Menschen oft kaum Zeit, sich zu erinnern. Andere Zeitgenossen scheinen ständig in der Vergangenheit zu leben: Sie langweilen uns oft geradezu, indem sie uns immer wieder die gleichen alten Geschichten erzählen. Ich denke, sich hin und wieder eine Mußestunde zu gönnen, in der man Erinnernswertes aufschreibt, kann helfen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Augenblick zu verschmelzen: Indem wir unser einst Erlebtes und nun Wiedererinnertes aufschreiben, können wir die Vergangenheit loslassen. Beim Fabulieren werden wir uns entspannen und bald sind auch die oft unbegründeten Zukunftsängste zerstreut; wir leben im Hier und Jetzt!

theater KAT

Im Laufe meiner langen Hobbytätigkeit habe ich mir zahlreiche Werkzeuge, Vorrichtungen, und andere Hilfsmittel geschaffen.
Manches ist mir selbst eingefallen, aber viele Anregungen habe ich auch aus Firmenkatalogen, Fachbüchern und Zeitschriften oder Fachsimpeleien mit Kollegen und Freunden übernommen. So habe ich mir Dinge geschaffen, die es bei uns gerade nicht zu kaufen gab, habe versucht, Sachen die mir zu teuer und kompliziert erschienen, einfacher und billiger zu machen, oder nach der Devise: "Aus Alt mach Neu!" zu handeln. Vieles davon hat sich so gut bewährt, dass ich es guten Gewissens zur Nachnutzung empfehlen kann.

schnitzen KAT

"An die Freunde" heißt das Gedicht, in dem Friedrich Schiller (1759 – 1805) die Redensart „die Bretter, die die Welt bedeuten“ prägte. Wenn ich diese berühmten Worte in den Mund nehme, meine ich damit allerdings nicht das Theater, sondern meinen bescheidenen Vorrat an Schnitzholz.
Ja, es bereitet mir großes Vergnügen, wenn ich sehe, wie aus ein paar Brettern mit Hilfe einiger hochwertiger Bildhauerbeitel im Verlaufe ungezählter Mußestunden allmählich meine ganz eigene kleine Welt entsteht.
"An die Freunde" wenden sich auch meine Webseiten über das Schnitzen. In erster Linie natürlich an meine persönlichen Freunde, die für mein aufwändiges Hobby Verständnis zeigen und mich stets mit Rat und Tat unterstützen. Aber natürlich sind auch alle Freunde schöner Holzarbeiten angesprochen und herzlich eingeladen, sich auf meinen Seiten umzuschauen.

schnitzprojekte KAT

Das Dekor sollte immer zu dem zu schmückenden Gegenstand passen! Verstöße gegen diese grundlegende Gestaltungsregel, stören nicht nur die Ästhetik des Gegenstandes empfindlich, sondern können sogar dessen Gebrauchsfähigkeit empfindlich beeinflussen! Schon WeblinkGotthold Ephraim Lessing wusste  das trefflich zu formulieren:
Der Besitzer des Bogens
Ein Mann hatte einen trefflichen Bogen von Ebenholz, mit dem er sehr weit und sicher schoß, und den er ungemein wert hielt. Einst aber, als er ihn aufmerksam betrachtete, sprach er: "Ein wenig zu plump bist du doch! Alle deine Zierde ist die Glätte. Schade! - Doch dem ist abzuhelfen!" fiel ihm ein. "Ich will hingehen und den besten Künstler Bilder in den Bogen schnitzen lassen." - Er ging hin; und der Künstler schnitzte eine ganze Jagd auf den Bogen; und was hätte sich besser auf einen Bogen geschickt als eine Jagd?" Der Mann war voller Freude. "Du verdienest diese Zieraten, mein lieber Bogen!" - Indem will er ihn versuchen; er spannt, und der Bogen - zerbricht. -- Lessing

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Ich habe mich schon oft selbst gefragt, was mich immer wieder am Drechseln so fasziniert, dass meine vielen vom Vater geerbten Bildhauerbeitel oft wochenlang - säuberlich in Rolltaschen verpackt - ein Schattendasein fristen. Ich denke, es geht mir da wie einem Motorradfahrer, der wohl wissend, wie gesund und entspannend Bewegung aus eigener Kraft sein könnte, keine Gelegenheit verpasst, auf sein geliebtes Motorrad zu steigen: Ja, beim Schnitzen wäre ich weniger Staub und Lärm ausgesetzt und würde mich auch körperlich mehr ausarbeiten! - Aber das Gefühl, die Pferdestärken eines Motorrades - Ich wollte natürlich Drechselbank schreiben! - einigermaßen sicher zu beherrschen, ist eben durch nichts zu übertreffen! Glücklicherweise ergänzen sich Schnitzen und Drechseln ausgezeichnet: Immer wieder finde ich Möglichkeiten, einen gedrechselten Gegenstand durch ein geschnitztes Dekor aufzuwerten. Aber auch eine Schnitzerei kann man, auf einen gedrechselten Sockel gestellt, in des Wortes doppelter Bedeutung "erhöhen".

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Von der Eigenbau-Linksdrechselbank über die historische Drechselbank mit Fussantrieb bis hin zu zahlreichen Profi-Drechselbänken durfte ich schon zahlreiche Fabrikate ausprobieren. Allgemeine Kaufempfehlungen, um die ich schon öfter gebeten wurde, vermag ich dennoch nicht zu geben. Mein Rat: Vor einer Kaufentscheidung Händler/Hersteller/Drechselkursanbieter besuchen und gründlich selber testen! 

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"Ist das dein Selbstportrait?" fragt mich ein Freund, der mein gerade fertiggewordenes Stehaufmännchen entdeckt hat. Der Vergleich gefällt mir: Ein ernsthafter Drechsler - egal, ob Profi oder Heimwerker - darf sich nicht so leicht aus der Bahn werfen lassen. Auch wenn mehrfaches Probieren nicht zum erwarteten Ergebnis geführt hat, muss er möglichst schnell wieder aufrecht vor seiner Drehbank stehen, um das Gewünschte schließlich doch zu meistern.
Übrigens: Die Haarpracht meines Stehaufmännchens könnte etwas dichter sein, aber ich will die wenigen Fellreste, die ich noch besitze, sparsam verwenden: In meinen Kindertagen gab es in nahezu jeder Kleinstadt mehrere Kürschnereien, wo ich mir Fellreste für Bastelzwecke erbitten konnte. Heutzutage scheint dieser Handwerksberuf beinahe völlig verschwunden zu sein.
Und wie ist es eigentlich um das Stehaufmännchen bestellt? Ist dieses alte Kinderspielzeug etwa auch vom Aussterben bedroht? - Nun, falls Sie über eine Drechselbank verfügen, können Sie etwas dagegen tun: Drechseln Sie doch noch heute ein Stehaufmännchen! Sie werden dabei viel Spaß haben und ihrem Ziel, an der Drechselbank selbst ein "Stehaufmännchen" zu werden, wieder einen guten Schritt näher kommen.

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Nass oder trocken? Schneiden oder schaben? Kurz oder lang? Rund oder kantig? Bürsten? Färben? - Nein, ich will hier niemandem die Haare schneiden! Die obigen Fragen haben sich durchaus auch Drechsler gestellt und oft mit erstaunlicher Kreativität beantwortet. So sind im Laufe der langen Tradition, auf die das Drechslerhandwerk zurückblicken kann, die unterschiedlichsten Arbeitstechniken entstanden. Einige dieser Techniken, insbesondere solche, mit denen ich mich selbst schon beschäftigt habe, möchte ich in den folgenden Beiträgen vorstellen.

Spannmethoden

"Ein erfahrener Drechsler kennt keine Drechselprobleme, höchstens Einspannprobleme!" ob diese alte  Drechslerweisheit angesichts der riesigen Auswahl an präzisen Spannfuttern, Planscheiben und Mitnehmern einschließlich Gewindeadaptern die der heutige Markt für die unterschiedlichsten Aufgaben bietet, noch Gültigkeit hat, bezweifle ich. Die Kehrseite: Wenn man (fast) alles kaufen kann, werden schnell die Tricks und Methoden vergessen, mit denen sich die Meister vergangener Zeiten behelfen konnten/mussten! Welche Spanneinrichtungen ein Drechsler tatsächlich benötigt, hängt sehr von seinem Aufgabenfeld ab. Auch die Entscheidung für Kauf oder Eigenkonstruktion ist von Fall zu Fall sorgfältig abzuwägen: Beim Kauf haben Präzision und "geprüfte Sicherheit" natürlich ihren Preis! Eigenbau schont zwar den Geldbeutel, dies darf aber niemals zu Lasten von Sicherheit und Gesundheit gehen! Je mehr - alte und neue - Spannmethoden ein Drechsler kennt, desto sicherer wird er die für die jeweilige Aufgabe optimale Methode auswählen und einsetzen können! In dieser Kategorie möchte ich deshalb insbesondere Spannmethoden beschreiben, mit denen ich selbst Erfahrungen gesammelt habe.

drechseltechnik KAT

Die Hobbydrechselei boomt! Im Gegensatz zur "Blütezeit" der berufsmäßigen Drechslerei, wo Wissen und Erfahrung allenfalls innerhalb der Familienbande weitergegeben wurde, pflegen Drechsel-Enthusiasten heutiger Prägung regen Erfahrungsaustausch in Drechslerstammitischen, Drechslerforen, (internationalen) Drechslertreffen.. Auch Profidrechsler profitieren von diesem Trend: Sie bieten Drechselkurse und produzieren Lehrvideos, schreiben Fachbücher, entwickeln neue Werkzeuge und Vorrichtungen nicht nur für den Eigengebrauch, sondern veranlassen Serienproduktion und Vertrieb. Auch ich habe Dank dieser positiven Entwicklung viel gelernt und möchte nun die folgenden Tipps zum gemeinsam nutzbaren Erfahrungsschatz beisteuern!

Während meiner leidenschaftlichen Beschäftigung mit dem Werkstoff Holz haben sich ganze Reihe Notizen, Fotos und Skizzen mit pfiffigen Ideen, praktischen Tipps und nützlichen Kniffen angesammelt. Manche davon sind mir geadezu "zugeflogen", für andere mußte ich  "Lehrgeld" entrichten. Zu schade, wenn diese Erfahrungen in Vergessenheit zu geraten! Da ist eine Website wie diese wohl ein würdiger Container, um solches Wissen wohl strukturiert aufzubewahren und interessierten Besuchern wohlgefällig zu präsentieren. Viel Spaß beim Stöbern!