Schnitzen

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"An die Freunde" heißt das Gedicht, in dem Friedrich Schiller (1759 – 1805) die Redensart „die Bretter, die die Welt bedeuten“ prägte. Wenn ich diese berühmten Worte in den Mund nehme, meine ich damit allerdings nicht das Theater, sondern meinen bescheidenen Vorrat an Schnitzholz.
Ja, es bereitet mir großes Vergnügen, wenn ich sehe, wie aus ein paar Brettern mit Hilfe einiger hochwertiger Bildhauerbeitel im Verlaufe ungezählter Mußestunden allmählich meine ganz eigene kleine Welt entsteht.
"An die Freunde" wenden sich auch meine Webseiten über das Schnitzen. In erster Linie natürlich an meine persönlichen Freunde, die für mein aufwändiges Hobby Verständnis zeigen und mich stets mit Rat und Tat unterstützen. Aber natürlich sind auch alle Freunde schöner Holzarbeiten angesprochen und herzlich eingeladen, sich auf meinen Seiten umzuschauen.

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Das Dekor sollte immer zu dem zu schmückenden Gegenstand passen! Verstöße gegen diese grundlegende Gestaltungsregel, stören nicht nur die Ästhetik des Gegenstandes empfindlich, sondern können sogar dessen Gebrauchsfähigkeit empfindlich beeinflussen! Schon WeblinkGotthold Ephraim Lessing wusste  das trefflich zu formulieren:
Der Besitzer des Bogens
Ein Mann hatte einen trefflichen Bogen von Ebenholz, mit dem er sehr weit und sicher schoß, und den er ungemein wert hielt. Einst aber, als er ihn aufmerksam betrachtete, sprach er: "Ein wenig zu plump bist du doch! Alle deine Zierde ist die Glätte. Schade! - Doch dem ist abzuhelfen!" fiel ihm ein. "Ich will hingehen und den besten Künstler Bilder in den Bogen schnitzen lassen." - Er ging hin; und der Künstler schnitzte eine ganze Jagd auf den Bogen; und was hätte sich besser auf einen Bogen geschickt als eine Jagd?" Der Mann war voller Freude. "Du verdienest diese Zieraten, mein lieber Bogen!" - Indem will er ihn versuchen; er spannt, und der Bogen - zerbricht. -- Lessing